
Universität Genf
Die Universitätsklinik für Zahnmedizin Genf (CUMD) gehört zur Medizinischen Fakultät der Universität Genf und verbindet Ausbildung, Forschung und klinische Versorgung unter einem Dach. Als einziges französischsprachiges Ausbildungszentrum für Zahnmedizin in der Schweiz übernimmt sie eine zentrale Rolle in der Ausbildung zukünftiger Zahnärztinnen und Zahnärzte und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur zahnmedizinischen Versorgung der Genfer Bevölkerung.
Bachelorstudium
der praktisch-klinische Einstieg
Das Bachelorstudium in Zahnmedizin dauert drei Jahre und vermittelt die wissenschaftlichen Grundlagen, auf denen die spätere klinische Ausbildung aufbaut. In den ersten Studienjahren erwerben Studierende ein breites medizinisches und naturwissenschaftliches Fundament. Dazu gehören Fächer wie Anatomie, Physiologie, Biochemie und weitere Grundlagen der medizinischen Wissenschaften, die für das Verständnis von Gesundheit und Krankheit unerlässlich sind.
Ein besonderer Bestandteil der Ausbildung ist die enge Verbindung zur Humanmedizin. Die ersten beiden Studienjahre werden teilweise gemeinsam mit Studierenden der Humanmedizin und der biomedizinischen Wissenschaften absolviert. Dadurch erhalten angehende Zahnärztinnen und Zahnärzte ein umfassendes Verständnis für den menschlichen Körper und die Zusammenhänge zwischen allgemeiner Gesundheit und Mundgesundheit.
Der Unterricht folgt dabei häufig dem Prinzip des problemorientierten Lernens. Statt isolierte Fachgebiete zu behandeln, stehen reale medizinische Fragestellungen im Mittelpunkt. Studierende analysieren klinische Situationen, arbeiten in interdisziplinären Einheiten und entwickeln gemeinsam Lösungsansätze. Dieser Ansatz fördert analytisches Denken und bereitet früh auf die spätere Arbeit mit Patientinnen und Patienten vor.
Im dritten Studienjahr rückt die Zahnmedizin selbst stärker in den Fokus. Studierende beginnen, grundlegende technische Fertigkeiten zu erlernen und zu trainieren. Praktische Übungen im vorklinischen Unterricht vermitteln erste Erfahrungen mit zahnmedizinischen Instrumenten, Behandlungstechniken und klinischen Abläufen. Diese Phase bildet die Brücke zwischen den wissenschaftlichen Grundlagen und der späteren klinischen Ausbildung im Masterstudium.
Masterstudium
Klinische Ausbildung am Patienten
Das zweijährige Masterstudium steht ganz im Zeichen der klinischen Ausbildung. Studierende arbeiten direkt in der Universitätsklinik für Zahnmedizin und behandeln unter Aufsicht erfahrener Zahnärztinnen und Zahnärzte Patientinnen und Patienten. Dadurch sammeln sie umfassende praktische Erfahrung und lernen, zahnmedizinische Behandlungen selbstständig zu planen und durchzuführen.
Die klinische Ausbildung umfasst zahlreiche Fachbereiche der modernen Zahnmedizin. Dazu gehören unter anderem Präventionsmedizin, Oralchirurgie, Parodontologie, Endodontie, Kinderzahnmedizin, Kieferorthopädie sowie restaurative und prothetische Behandlungen. Studierende lernen dabei nicht nur einzelne Behandlungstechniken, sondern entwickeln ein ganzheitliches Verständnis für Diagnostik, Therapieplanung und langfristige Betreuung von Patientinnen und Patienten
Neben der praktischen Tätigkeit bleibt auch die wissenschaftliche Perspektive ein zentraler Bestandteil des Studiums. Theoretische Lehrveranstaltungen vertiefen das Verständnis aktueller Forschungsergebnisse und fördern eine evidenzbasierte klinische Arbeitsweise. Gleichzeitig erwerben Studierende Kompetenzen im sozialen, ethischen und kommunikativen Umgang mit Patientinnen und Patienten.
Das Masterstudium verbindet somit klinische Praxis, wissenschaftliches Denken und professionelle Verantwortung. Mit dem Abschluss erwerben Absolventinnen und Absolventen die Voraussetzungen, um die staatliche Prüfung abzulegen und den Beruf der Zahnärztin oder des Zahnarztes auszuüben.
